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Schneckenzucht im Folientunnel

12-09-2017

In Polen wird die Schneckenzucht in Folientunneln immer beliebter und der Bedarf für diese Schalentiere wächst von Jahr zu Jahr. In einen ungesättigten Markt ist immer noch Platz für neue Schneckenzuchten, die zu immer profitableren Unternehmen wachsen. Großer Bedarf in Westeuropa und steigender Nachfrage in Polen sorgt für sicheren Absatz bei sehr niedrigen Betriebskosten.  

 

Der erste Schritt besteht darin zu entscheiden, welche Art von Schnecken gezüchtet werden sollen. Es gibt viele verschiedene Arten von Landschnecken, aber eigentlich dominieren nur zwei Arten auf dem Markt. Populär sind Helicidae von der Gattung Helix und die Familie Achatinidae, Gattung Achatina. Gerade diese beiden Arten werden am häufigsten in der Gastronomie verwendet. Afrikanische Schnecken Maxima, Müller und Pomatia (Helix) sind um einiges attraktiver in der Zucht als die traditionelle Weinbergschnecke, die zu den geschützten Arten gehört und seine Ernte wird jedes Jahr limitiert. Afrikanische Arten sind von dieser Regelung nicht betroffen.

 

Die Anpassung des Folientunnels an die Bedürfnisse der Schneckenzucht ist nicht besonders kostspielig und es werden keine großen Flächen benötigt. Die größte Arbeitsintensität tritt während der Ernte auf, ansonsten muss der Züchter in der Zeit in der die Schnecken heranwachsen, diese eigentlich nur füttern, desinfizieren und ihren Gesundheitszustand beobachten.


Die Methoden der Schneckenzucht der Art Helixaspersa:

  • Mischzucht – ist die populärste und kostengünstigste Methode, die in Polen angewandt wird. Die Zucht beginnt sehr früh im Frühling in einem beheizten Folientunnel mit Larven und im Sommer werden die Schnecken ins Freigehege verlegt. 
  • Zucht in Freigehegen – erfordert Vorbereitung und Erfahrung in der Zucht von Schnecken, da das Klima in Polen nicht besonders günstig für diese Tiere ist, aber sorgfältige Beobachtung und entsprechende Reaktion in richtigen Moment ermöglicht die Durchführung der Zucht. Diese Methode ist bestens geeignet zum Aufmästen von Schnecken, die in der vorherigen Saison zu klein waren und mehr Zeit benötigen, um für die Ernte heranzureifen. Die Züchter verwenden für diese Zwecke hohe Folientunnel, die von beiden Seiten geöffnet sind und Schirme zum Abschatten haben. So werden die Schalentiere vor Hagel, starkem Regen, Hitze und anderen ungünstigen Einflüssen geschützt, die sich ungünstig auf die Schnecken auswirken. Die Tiere werden mit Pflanzen gefüttert, die unter Eindeckung wachsen. Zum Füttern werden meistens Rüben, Grünkohl und Klee verwendet, die Schatten spenden und für die richtige Feuchtigkeit für die Gastropoden sorgen.  
  • Geschlossene Zucht – eine sehr arbeitsaufwendige Methode, die dem Züchter systematische und akribische Arbeit abverlangt. Die ganze Saison über müssen sehr hohe Hygienestandards in den Zuchträumen eingehalten werden und die Faktoren, die Einfluss auf die Entwicklung der Schnecken haben, wie Feuchtigkeit, Boden PH-Wert und die Ernährung für das entsprechende Entwicklungsstadium muss man ständig überwachen. Diese Methode erfordert auch eine Anpassung des
  • Folientunnels und eine Investition in Behälter,  Inkubatoren, Zuchttiere, Klimaanlage und andere technische Einrichtungen, die die Zucht unterstützen. Jedoch ist die ganzjährige Zucht und der damit verbundene schnelle Zuwachs der Schneckenmasse sehr profitabel und zahlt sich schon nach der vierten Saisons aus und dann beginnt die Zucht Gewinne zu bringen.

 

Schneckenzucht – Der Anfang

 

Die Schneckenzucht beginnt mit der Einrichtung der geeigneten Räumlichkeiten. Die Größe wird an den Platzbedarf und die geplante Ernte angepasst. Kosten können begrenzt werden indem der Züchter Rat von erfahrenen Züchtern einholt und an Fachschulungen teilnimmt.

 

Der eigentliche Beginn der Zucht kann auf verschiedene Weisen erfolgen:

  • Kauf von Eiern
  • Kauf von Larven
  •  Kauf von Zuchttieren

 

Zuchtgehege – Folientunnel

 

Die Larven können bereits Ende April im Folientunnel ausgesetzt werden. Rund um das Gehege wird ein Zaun der mit einem Schmiermittel gemischt mit Salz bedeckt oder mit Agrarvlies und einer Salzleiste ausgelegt wird, damit die Schnecken keine Fluchtmöglichkeit finden. Auf der anderen Seite müssen die Schnecken von Schädlingen (Maulwürfe, Ratten, Rötelmäusen usw.) geschützt, indem Fallen und Netze aufgestellt werden, die ungebetenen Gästen den Zugang blockieren. Pflanzen werden ausgesetzt, die die Schnecken als zusätzliches Futter und Abwechselung nutzen können. In solchen Bedingungen wachsen sie schnell heran und erreichen einen hohen Verkaufswert. Ein entsprechend konstruiertes Gehege erleichtert die Zuchtarbeit und hat bedeutenden Einfluss auf das Zuchtergebnis. Die Fläche passen wir an die Größe der Schneckenherde an. Gastropoden brauchen ausreichend Platz für die richtige Entwicklung damit sie qualitativ hochwertig heranwachsen.

 

Wenn gute Effekte in der Schneckenzucht erreicht werden sollen, muss das Gehege täglich richtig gepflegt werden. Die Ausführung folgender Tätigkeiten ist nützlich bei der Pflege des Geheges:

  • Prüfen, ob die Schnecken die Einzäunung nicht überwunden haben (morgens)
  • Prüfen, ob keine Schädlinge durch die Einzäunung eingedrungen sind
  • Zuschneiden von Pflanzen, die über die Einzäunung hinaus ragen, weil die Schnecken über diese das Gehege verlassen können
  • Gießen des Geheges, um die Feuchtigkeit zu erhalten
  • Säubern von Futterspendern, damit das Futter nicht durch den Wind zerstreut wird
  • Verteilen von Futter auf eine Weise, dass jede Gruppe Zugang dazu hat

 

Zuchtbedingungen für Schnecken:

  • Temperatur

Die optimale Temperatur zur Entwicklung von Schnecken beträgt 15 bis 20º C, für Larven 20 bis 25º C, und für die Reproduktion 16 bis 19º C. Bei einer Temperatur von 12º C und weniger gehen die Gastropoden in den Winterschlaf über, was von den Züchtern nicht erwünscht wird, weil dadurch die Entwicklung der Schalentiere gehemmt wird.

  • Feuchtigkeit

Die Aktivität der Schnecken erreicht den Höhepunkt bei der Luftfeuchtigkeit von 90%, das begünstigt die Nahrungsaufnahme durch die Tiere, wodurch sie schneller Wachsen heranwachen. Der Züchter muss für die richtige Bewässerung sorgen. Die Tiere werden mit 15º C  warmem Wasser besprüht und zum Einnebeln wird kaltes Wasser verwendet. Zu hohe Luftfeuchtigkeit kann zu Erkrankungen der Schnecken führen oder sogar zum Tod, daher ist die ständige Überprüfung der Luftfeuchtigkeit von größter Bedeutung.

  • Licht

Das Beleuchten von Schnecken stimuliert ihre Aktivität und somit auch ihre Fortpflanzung. Der Einsatz von künstlichem Licht über 18 Stunden treibt die intensive Reproduktion der Gastropoden an. Künstliches Licht ermöglicht die Regelung der Tag und Nacht Zyklen, was die Zucht begünstigt.

  • Belüftung

Die Luftzirkulation ist ein weiterer bedeutender Faktor, der die Schneckenzucht beeinflusst. Bei der Zucht entstehen große Mengen von toxischen Gasen, die für Schnecken schädlich sind. Ständige Bewässerung und das Waschen von Behältern sorgen für einen Anstieg der Luftfeuchtigkeit über den optimalen Grenzwert, den die Zucht erfordert, deshalb muss der Züchter für entsprechenden Luftaustausch im Folientunnel sorgen. Das wird durch den Einsatz von Seiten-oder Dachlüftern in den Folientunneln erreicht.

 

Die oben beschrieben Faktoren können sehr einfach überwacht und durch den Einsatz von  Sensoren und Steuerungseinheiten reguliert werden. Die Kosten für eine solche Investition sind nicht besonders hoch und der spätere Ernteerfolg gleicht diese Investition mehr als aus. 

 

  • Der Erdboden

Der Boden für die Schnecken sollte einen pH Wert von 5,5 bis 7,0 haben, damit die Zuchttiere sich gerne in die Erde eindrehen. Torf ist hierfür bestens geeignet, weil er Wasser sehr gut durchlässt und die richtige Konsistenz hat. Es ist empfehlenswert, dass der Erdboden desinfiziert wird, damit er keine Mikroorganismen und Parasiten enthält, die die Schnecken befallen können. Die Desinfektion des Erdbodens erfolgt durch thermische Behandlung in einer Temperatur von ca. 260° C für die Dauer von 10 Minuten. Die Inkubation verläuft am besten bei einem pH Wert der Erde von 3,5 bis 4,5. Das beugt der Entstehung von Mikroorganismen in den Inkubatoren vor.

  • Ernährung

Es werden zwei Arten von Nahrungsmitteln eingesetzt, Grünpflanzen und Futter mit sehr hohem Gehalt von Mikroelementen, die den Gastropoden die benötigten Stoffe zum Heranwachsen liefern. In den Zuchtgehegen, die für die Produktion bestimmt sind, sollten eigene Pflanzen ausgesät werden, die den Schnecken später als Futter dienen werden. In Außengehegen ernähren sich die Schnecken in den ersten fünf Wochen von den Pflanzen, an den sie heranwachsen, danach erreichen sie 90% ihrer Masse über Futtergemische.

  • Verkauf von Schnecken

 

Die Schneckenzucht ermöglicht den Verdienst auf verschiedene Weisen und die Universalität dieser Geschöpfe sowie niedrige Betriebskosten sorgen für Gewinne bereits in der ersten Saison: 

  • Verkauf von Zuchttieren – Verkauf von Zuchttieren an andere Schneckenzuchten
  • Verkauf von Eiern – Verkauf von Eiern an Kunden die Schnecken züchten möchten
  • Verkauf von Larven – heranwachsende Schnecken, die ins Gehege eingeführt werden können
  • Verkauf von lebenden Schnecken – als Kaviar oder im Winterschlaf
  • Verkauf von Schleim – für Pharmafirmen und Kosmetikhersteller

 

Spezial Folientunnel von Krosagro


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