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Bodenpflege im Folientunnel – Teil 3 Einsatz von Düngemitteln

28-09-2017

Natürliche Düngemittel, deren Zusammensetzung hauptsächlich auf tierischem Mist basiert, sind die Grundlage für den ökologischen Anbau von Gemüse und Früchten. Der Ernteertrag hängt von vielen Faktoren ab und ist einer davon ist die Qualität des Bodens mit seinem Nährstoffgehalt. Organische Dünger heben und stabilisieren den pH Wert des Bodens, stimulieren das Pflanzenwachstum und verbessern den phytosanitären Zustand des Bodens. Ein grundsätzlicher Vorteil von organischen Düngern gegenüber von Mineraldüngern ist, dass sie über lange Zeit wirken. Die Pflanzen werden besser mit Nährstoffen versorgt und Bodenorganismen finden günstige Bedingungen zu ihrer Entwickelung.

 

Arten von organischen Düngemitteln:

·         Stalldünger – sehr viele Nährstoffe und Mikroelemente werden aus fermentiertem tierischen Mist und natürlichem Streu gewonnen.  Diese Art von Dünger ist ein idealer Rohstoff zur Bildung von Humus, er wirkt über langen Zeitraum und die Freisetzung der Nährstoffe für die Pflanzen ist vor der Art des Bodens abhängig.  Dieser Dünger wird alle 3 Jahre auf leichten Böden und alle 5 Jahre auf schweren Böden eingesetzt. Nach jeder Anwendung sollte er gründlich mit der Erde vermischt und umgegraben werden. Zu bedenken ist, dass dieser Dünger erst nach seiner Fermentation eingesetzt werden kann, weil er für die Pflanzen schädliches Ammoniak enthält, wenn er noch frisch ist.

·         Gülle – ist eine Verbindung von tierischem Urin und Kot und wird mit Nährsubstanzen ergänzt. Die Gülle  wird stark verdünnt verwendet (1:10, 1:20, 1:30).

·         Gründüngung – ist eine sehr gute Lösung als Vor- oder Nachfrucht. Nach dem Unterpflügen verbessert sie die Bodenstruktur, versorgt den Boden mit Nährstoffen und trägt zur Humusbildung bei. Bei der Auswahl der Pflanzen für Gründünger ist die vorgesehene Fruchtfolge zu beachten.

·         Vogelguano – ist sehr wirksam in Verbindung mit dem Gründünger, also nach seiner Kompostierung. Im Vergleich zum Stallmist zersetzt sich Vogelguano wesentlich schneller.

·         Biohumus – ist Kompost, der aus Stallmist und Pflanzenresten entsteht. Er wird durch kalifornische Würmer durchgearbeitet, die ihn mit Nährstoffen anreichern.

 

Tierische Dünger sollten gezielt für bestimmte Pflanzen eingesetzt werden. Die Unterschiede im pH Wert und im Gehalt von Mineralstoffen führen dazu, dass sie auf einige Pflanzen günstig wirken und anderen Pflanzen wiederum schaden. Der Pferdemist wird wegen seiner Eigenschaften als bester Dünger angesehen. Er wärmt den Boden auf und enthält viel Stickstoff sowie organische Substanzen.

 

Wirksame tierische Dünger

·         Rinderdung – Rindermist bewährt sich bestens als eine Komponente des Kompostes. Er trägt zur Entstehung von Misthumus bei und kann auch als Güllelösung zum Gießen von Pflanzen eingesetzt werden. Die Kuhfladen, auch wenn sie frisch sind, enthalten weniger Substanzen als andere tierische Dünger, deshalb ist es schwieriger ihn zu überdosieren. Sein pH Wert liegt bei 7,5 was bedeutet, dass er zur Entsäuerung des Bodens eingesetzt werden kann.

·         Pferdemist – einer der besten organischen Dünger der Dank seiner schnellen Zersetzung ideal ist für den Einsatz im Folientunnel. Seine Zersetzung erzeugt viel Wärme, was die Vegetationsprozesse der Pflanzen begünstigt und er enthält wesentlich mehr Stickstoff als Rinderdung. Der pH Wert von Pferdemist bewegt sich im Bereich von 6,8 bis 8. Das bedeutet, dass er alkalisch ist und somit nicht für acidophile Pflanzen geeignet.

·         Hühnermist – wirkt sehr viel schneller als Rinderdung und wird für Gemüse und Obstgärten empfohlen. Leider kann man ihn sehr leicht überdosieren, deshalb muss bei seinem Einsatz die Dosierung genaustens beachtet und seine Vorbereitung sorgfältig durchgeführt werden.

 

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